Mein bisheriges Gesamtwerk unterteilt sich (wie sich das für einen wirklich großen und ambitionierten Künstler gehört) in verschiedene Schaffensphasen. Da gibt es die erste Phase (Zeitlich in etwa einzuordnen zwischen 1994 und 2000), welche im wesentlichen aus dem unkoordinierten Experimenten mit einem ziemlich ollen Drumcomputer, einem halb-kaputten Vierspurrecorder (beide Geräte waren die freundliche Dauerleihgabe eines Freundes) und einer billigen E-Gitarre. Letztere hatte ich mir anlässlich meines achtzehnten Geburtstags von meinem noch verbliebenen Kommunionsgeld gekauft.
Die zweite Phase war in erster Linie durch das anhäufen von Wissen über die richtige Aufnahmetechnik, sowie von der Anschaffung diverser Klangerzeuger und Effektgeräte geprägt. Denn bevor ich richtig loslegen würde, wollte ich schließlich gut gerüstet sein und war stehts bestrebt meine Produktionsabläufe zu optimieren. Also brachte ich mein komplettes Gehalt (abzüglich der Miete) jeden Monat brav in diverse Musik- Equipment anbietende Geschäfte und trug so fleißig zur Ankurbelung des Wirtschaftskreislaufes bei. Gleichzeitig versuchte ich mithilfe diverser Bücher in die Produktionstechniken der Profis aus den großen Musikstudios einzudringen. Auch das Studium der wichtigsten Musiker- Zeitschriften, wie der “Keys”, oder der “Keybords”, vernachlässigte ich nicht, holte mir von selbigen immer wieder neue Tipps über den optimalen Einsatz von Klangerzeugern und Effekten, und war immer auf dem neusten Stand, was die Neuentwicklung von Synthesizern oder Musiksoftware anging. Im Nachhinein betrachtet hätte ich das Geld und die Zeit vielleicht lieber in das vernünftige erlernen eines Instruments, oder das nehmen von Gesangsstunden investieren sollen, aber von solchen Nebensächlichkeiten wollte ich mich damals auf meinem Weg zum Superstar nicht aufhalten lassen. Weiterlesen





